Allemagne

Sylvie Goulard et l’encensoir de la presse allemande.

Nous la connaissons bien Sylvie, même très bien  dans les milieux europhiles car elle  fut une présidente active du Mouvement Européen France et présente alors, parfois, aux AG de la section Alsace,.Et puis le Parlement….On trouvera ci-dessous un article  de « Die Welt »  en allemand mais notre journal permet une traduction immédiate assez fidéle en français et en anglais et autres. (bouton traduire à droite)

Des voix par ailleurs dithyrambiques de concert avec  » Die Welt » s’élèvent pour regretter qu’elle n’ait pas  eu une position claire  (même  défavorable) quant à la pérennisation du siège du Parlement à Strasbourg. Les temps changent et les  êtres aussi!

Si la présidente de la Commission ,Ursula von der Leyen retient cette candidature présentée par la France  (c’est quasiment assuré, les deux dames étant amies), le passage ultérieure devant le Parlement  permettra aux euro-députés surtout français d’émettre leurs réserves et de demander une clarification. Et pour le siège unique à Strasbourg? Voilà une opportunité d’en parler très officiellement.

Rappelons tout de même que la Commission n’est que  l’Exécutif  soumis au contrôle  du Parlement.

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28/08/2019 Sylvie Goulard: Frankreich nominierte eine Deutschlandflüsterin – WELT

https://www.welt.de/politik/deutschland/article199299576/Sylvie-Goulard-Frankreich-nominierte-eine-Deutschlandfluesterin.html 1/3

DEUTSCHLAND SYLVIE GOULARD

Die Deutschlandflüsterin

Stand: 17:31 Uhr | Lesedauer: 4 Minuten

Von Martina Meister, Paris

Emmanuel Macron nominiert Sylvie Goulard als neue EU-Kommissarin in Brüssel. Für ihn ist die Französin ideal, doch auch für Deutschland ist die ehemalige Verteidigungsministerin als Kandidatin gut. Denn germanophiler als Goulard geht es nicht.

Eine bessere Kandidatin für die Europäische Kommission hätte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron nicht finden können. Sylvie Goulard, 54, ist für die Franzosen die Idealbesetzung für den Posten in Brüssel. Dafür gibt es mehrere Argumente. Das erste ist ihre Verbindung zu Deutschland: Keine Französin, kein Franzose, der so in Deutschland vernetzt wäre wie sie. Kaum jemand, der die deutsche Sprache so perfekt und akzentfrei spricht.

Besser noch: Niemand, der Deutschland besser verstünde als Goulard.

Man kann es für einen intelligenten Schachzug Macrons halten, der in den letzten Wochen ein gewisses Geschick bewiesen hat, wie man französische Interessen durchsetzt und den Deutschen das Heft in Brüssel aus der Hand nimmt. Aber es ist wahrlich kein Nachteil für die Deutschen, eine französische Kommissarin (/politik/ausland/article192073645/Debatte-um-Europas-Zukunft-Und-dann-warnt-Schaeuble-vor-einem-entscheidenden-Fehler.html) zu haben, die Deutschland nicht nur versteht, sondern auch schätzt.Denn germanophiler als Goulard geht’s nicht. Schon als Schülerin war sie zum Austausch in Deutschland. Das Bundesverdienstkreuz, mit dem sie ausgezeichnet wurde, hätte sie allein für ihre exzellenten Sprachkenntnisse verdient. Als François Hollande die Deutschklassen abschaffen wollte, war sie empört und schrieb in einem öffentlichen Brief an den damaligen Präsidenten: „In den siebziger Jahren durfte ich in Marseille an einer öffentlichen Schule Deutsch lernen. Ohne meine hervorragenden und engagierten Lehrer – der Elysée-Vertrag wurde noch ernst genommen – wäre mein Leben um einiges ärmer gewesen.“

Goulard hatte zwei wichtige Mentoren: Alfred Grosser und Richard von Weizsäcker (/politik/deutschland/article136986413/Weizsaeckers-Brueche-staerkten-seine-Autoritaet.html). Letztere erkannte früh ihr Talent.

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Deutschlandbesuche organisierte und dank ihrer engen Kontakte das Treffen mit Kanzleri Angela Merkel ermöglicht hat. Deutschland nennt sie gern einen „anspruchsvollen, aber idealen Partner“.

Keine andere Französin hat sich in den langen Jahren in Brüssel, erst als Beraterin, schließlich als Europaabgeordnete der Liberalen, so viel Respekt verschafft. Sie galt dort alsArbeitstier, als jemand, der sich alle Themen in Kürze raufschaffen kann, vor allem aber als brillanter Kopf und geschickte, mitunter gefürchtete Strategin. Doch so sehr man sie in Brüssel schätzte oder fürchtete, so wenig kannte man sie in Paris: Als Macron sie nach seiner Wahl zur Verteidigungsministerin machte, hatten die meisten ihren Namen noch nie gehört.

Ursula van der Leyen hat sich ein paritätisch besetzt Kommission gewünscht, mit Goulard bekommt sie nicht nur eine Frau, sondern auch eine Art Freundin. Einmal hat sie mit ihr, in der kurzen Zeit da auch Goulard Verteidigungsministerin war, gemeinsam das Muksikkorpsder Bundeswehr in Berlin abgeschritten.

Sie ist Macrons „Geheimwaffe in Sachen Geld“

Wenig später trat Goulard von ihrem Amt aus freien Stück zurück, um sich „frei und aufrichtig“ in einem Skandal verteidigen zu können, der sie in Wahrheit nicht betraf: Die Justiz begann wegen des Verdachts auf Scheinbeschäftigung gegen Assistenten der liberalen Modem-Partei zu ermitteln, aus der sie wenig später austrat. Es wurde kein Verfahren gegen sie eröffnet. Kurz nach ihrem Rücktritt wurde Goulard zur Vizechefin der französischen Nationalbank ernannt.

Goulard, Mädchenname Grassi, 1964 als Tochter italienischer Einwanderer in Marseille geboren, ist dort in eher bescheidenen Verhältnissen aufgewachsen. Sehr früh hat sie eine Bilderbuchkarriere hingelegt: Abitur mit 15. Dann Jurastudium in Aix-en-Provence, danach absolviert sie die berühmte Politikhochschule Sciences Po in Paris, schließlich die Verwaltungshochschule ENA in Straßburg, die Eliteschmiede des Landes. Mit 25 verhandelt Goulard über die deutsche Wiedervereinigung und nimmt an den Zwei-Plus-Vier- Gesprächen teil. Später wird sie politische Beraterin von Kommissionspräsidenten Romano Prodi (/politik/ausland/plus192514559/Romano-Prodi-Da-haben-sich-Dilettanten-blind-in-etwas-hineingestuerzt.html).

Perfekt viersprachig verkörpert sie stolz, was man die französische Meritokratie nennt:sozialer Aufstieg einzig und allein aufgrund von Leistung.

28/08/2019 Sylvie Goulard: Frankreich nominierte eine Deutschlandflüsterin – WELT

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Ihre Bilderbuchkarriere begann sie als Diplomatin. Über die Jahre  ist Goulard aber zur ausgewiesenen Expertin der Finanz- und Währungspolitik geworden. Der hohe Posten in der französischen Zentralbank verschaffte ihr den Ruf, Macrons „Geheimwaffe in Sachen Geld“zu sein. Frankreichs Präsident mag mit seinen ambitionierten und in Deutschland scharf kritisierten Plänen für einen Euro-Haushalt und einen gemeinsamen Euro-Finanzminister gescheitert sein. Mit Goulard, der Frau fürs Geld in Brüssel, und mit Christine Lagarde in Frankfurt, wo die Französin bald als neue EZB-Chefin antreten wird, signalisiert er, dass er seine Pläne alles andere als beerdigt hat.

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Der Kurz-Link dieses Artikels lautet: https://www.welt.de/199299576

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